Stille

Für mich ist Corona vor allen Dingen eine Zeit der Einkehr, der Stille und des Rückzugs. Nicht immer fühle ich mich wohl damit, aber immer weiß ich, dass dann, wenn ich mich unwohl fühle, etwas in mir gesehen werden will. Eine unterdrückte Angst, eine Sorge, oder irgendein anderes Gefühl, das im Alltag keinen Raum bekommt, das mir im Alltag nicht bewusst ist, mich aber trotzdem lenkt oder zumindest beeinflusst. Dann nehme ich einfach wahr, was da in mir ist, erlaube all den Gefühlen da zu sein und beobachte sie innerlich. Gleichzeitig verbinde ich mich, mit dieser Ruhe und Stille, die immer da ist, oft ganz unbemerkt.

Viele Menschen haben jetzt viel mehr Zeit als sonst. Das kann Fluch oder Segen sein, je nachdem, was sie daraus machen. Jeder entscheidet für sich, was es für ihn ist.

Und vielleicht ist es beides zugleich. Es kann sein, dass die momentane Situation deinen Arbeitsplatz bedroht, dass dein Unternehmen schließen musste oder wie auch immer sich Corona auf dich auswirkt. Es kann sein, dass du dich in Angst oder Unruhe verlierst, dass du deine Aktivitäten vermisst, oder deine Sozialkontakte. Aber vielleicht ist gerade jetzt die Zeit gekommen, um regelmäßig Yoga zu üben, um zu meditieren, um dich neu auszurichten. Vielleicht ist dies die Zeit um tiefer nach innen zu gehen und zu schauen, was in deinem Leben nicht mehr passt, was Veränderung braucht, auch wenn dir das Angst macht. Wo musst du „nein“ sagen, zu Menschen, die dir nahe sind. Gerade jetzt, weil wir nicht mehr so gut ausweichen können, ist Klarheit sehr wichtig.

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