Worum geht es beim Yoga

Fast alle Kursteilnehmer erhoffen sich, dass Yoga ihnen hilft, sich besser entspannen zu können, wieder zur Ruhe zu kommen, beweglicher zu werden oder bestimmte Beschwerden zu lindern.

Und in der Tat kann Yoga dazu beitragen, all das zu erreichen, sofern wir bereit sind regelmäßig zu üben. Dieses Üben beinhaltet die Körperpraxis, die Atemübungen und die Schulung das Denkens.

Die Schulung, das zur Ruhe bringen unseres Denkens ist einer der wichtigsten Punkte im Yoga. Dabei helfen uns die Asanas, also die Körperübungen ganz wesentlich, da wir uns während der Asanas ganz auf uns selber fokussieren und das Denken damit beschäftigen, den Körper wahrzunehmen. Die achtsame Körperwahrnehmung, die wir beim üben erlernen, hilft uns, feinfühliger für den eigenen Körper zu werden, Stressreaktionen und Anspannung im Körper früher zu erkennen und wenn möglich gegenzusteuern.

All das ist ein Prozess, das heißt, es gelingt uns mit der Zeit immer besser, den Fokus zu halten und wir lernen zu entspannen.

Auf dieselbe Art können wir lernen, unsere Gedanken und Gefühle zu beobachten. Und früher oder später werden wir dann erkennen, dass die Art unserer Gedanken großen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Viele unserer Gedanken sind gewohnheitsmäßig und leider oft negativ oder sorgenvoll. Und genauso viele unserer Gedanken stimmen überhaupt nicht und schaden somit nur unserem Körper und unserem Wohlbefinden. Unser Körper reagiert immer auf unsere Gedanken und Gefühle. Also, es lohnt sich, sein eigenes Denken ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, ob dieser stressige Gedanke überhaupt stimmt oder jene Aufregung angebracht ist. Vielleicht war es in der eigenen Herkunftsfamilie einfach normal, dass man aus allem ein Drama gemacht hat, vielleicht war es normal, dass man sich schnell geärgert oder aufgeregt hat.

Während der Yogapraxis sind wir der „Beobachter“ unseres Körpers und erkennen; was tut meinem Körper gut? Wie weit kann ich in die Übung hineingehen? Wie fühlt sie sich an? Und so weiter. Diese innere Haltung eines Beobachters kann man mit der Zeit auch im täglichen Leben einnehmen und sich immer wieder fragen: Wie fühlt sich mein Körper gerade an? Ist viel Anspannung im Körper? Ist die Spannung nötig? Kann ich mich jetzt eigentlich entspannen, weil die Situation es erlaubt? Und so weiter. Wo und wann bin ich einfach gewohnheitsmäßig angespannt?

Aber zurück zu Yoga. Die Übungspraxis wird nur dann Erfolg zeigen, wenn wir sie über einen langen Zeitraum, möglichst ohne Unterbrechungen beibehalten und dabei mehr und mehr lernen achtsam und geduldig mit uns zu sein.

ZITAT von A.G. Mohan: „Viele Kursteilnehmer wollen, so bald wie möglich „fortgeschrittene Haltungen“ üben, weil sie denken „viel hilft viel“. Das Gegenteil ist der Fall: Nicht mehr ist besser, sondern weniger – aber dafür mit geistigem Fokus.

ZITAT von A.G. Mohan: „Ich bin einer Frau begegnet, die unbedingt ihre Beine hinter den Kopf bringen wollte. Ich habe gefragt: Warum möchtest du das? Sie sagte: Es ist eine Herausforderung. Ich antwortete ihr: Bitte suche deine Herausforderungen woanders, denn den Körper über seine Grenzen zu pushen oder gegen ihn zu kämpfen, wird ihm letztlich schaden.“

Das heißt, eine einfache Übungspraxis, die regelmäßig ausgeführt wird, kann vieles in unserem Körper wieder ins Fließen bringen, wieder beweglich machen, wenn wir mit Freunde und Achtsamkeit praktizieren.

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